(Berlin, 07. Januar 2013) Teil 1 des ZDF-Dreiteilers “Das Adlon. Eine Familiensaga” reüssierte am 06. Januar mit einer TV-Traumquote von 22,5 Prozent – über 8,5 Millionen Zuschauer sahen den Auftakt im zweiten Programm. Auch die anschließende Doku über das historische Adlon wurde mit 22,1 Prozent (7,01 Mio. Zuschauer) ein absoluter Erfolg. Heute abend (07.01.) um 20:15h wird Teil 2 ausgestrahlt, Teil 3 folgt am 09. Januar im ZDF. Alle Trailer dazu sehen Sie nun bei HOTELIER TV: 1
Hinter den Kulissen des Hotel Adlon – Aktueller Bericht des ZDF-Morgenmagazin aus dem Hotel Adlon Kempinski Berlin
1 Die Adlon Erben: Louis Adlon (Heino Ferch, l.) mit Ehefrau Hedda Adlon (Marie Bäumer, r.) – Foto: ZDF/Stephanie Kuhlbach
Inhalt 2. Teil
Während im Hotel Adlon der fünffache FamilienvaterLouis Adlon um die Gunst der attraktiven und ehrgeizigen Hedda Burger wirbt, versucht Alma sich mit ihrer Tochter Sonja zu versöhnen. Als wenige Monate nach Gustafs Tod auch Ottilie stirbt, erben die beiden ‘Töchter’ zu gleichen Teilen. Alma möchte das Haus der Eltern verkaufen und Sonja mit nach Amerika nehmen, doch das junge Mädchen setzt sich durch: Sie wird mit ihrer afrikanischen Dienerin und engsten Vertrauten Galla in Berlin bleiben und im Hotel ihres Patenonkels Lorenz ihren eigenen Erbteil ‘ abwohnen’. Dort arbeitet ihr Vater Friedrich Loewe inzwischen als Concierge, ihre Tante Margarete als Telefonistin – und nach dem tragischen Unfalltod von Lorenz Adlon am Brandenburger Tor findet Sonja in der neuen Hotelchefin Hedda eine mütterliche Freundin. Die Krisenzeit der Weimarer Republik erlebt Sonja als die Goldenen Zwanziger im luxuriösesten Hotel Deutschlands: mit internationalen Stars in der Lobby, wilden Kostümparties im Ballsaal, einer eigenen Karriere beim neu gegründeten Rundfunk – und Hedda Adlons ‘Gigolos’, zu denen auch Sonjas Kindheitsfreund Sebastian von Tennen gehört. Das Leben im Hotel tröstet sie soga rüber die Enttäuschung hinweg, als ihre erste große Liebe, der jüdsi che Journalist Julian Zimmermann, seine Jugendliebe Tamara heiratet.
1 Das Adlon in Zeiten der Inflation: Hedda Adlon (Marie Bäumer) muss den Lohn täglich auszahlen – Foto: ZDF/Stephanie Kuhlbach
Doch mit dem Auftauchen der Nazis gerät nicht nur der freie, internationalistische Geist des Hauses Adlon ins Wanken, auch Sonjas Glück setzt die neue Zeit mit roher Gewalt ein Ende. Nach einem spektakulären Auftritt der ‘schwarzen Venus’ Josephine Baker wird Sonjas Vertraute Galla von SA-Schergen kaltblütig ermordet. Sebastians älterer Bruder Siegfried von Tennen ist der Anführer der Truppe und deckt den Täter. Sonja ist verzweifelt und unendlich allein – bis Julian wieder in ihr Leben tritt. Doch das Glück der beiden ist kurz und zerbrechlich: Als nach dem Reichstagsbrand 1933 überall in Berlin Kommunisten und Regierungsgegner festgenommen werden, flieht Julian mit seinem Freund Billy Wilder vor der Verhaftung und wird auf der Straße niedergeschossen.
Inhalt 3. Teil
Um ihr Hotel durchs ‘Dritte Reich’ bringen zu können, gehen Louis und Hedda Adlon wohl oder übel Kompromisse mit den neuen Machthabern ein, auch wenn das zur Folge hat, dass die Speisekarte eingedeutscht wird und die internationale Klientel fernbleiben wird. Im Rundfunk sind fast alle ehemaligen Mitarbeiter verhaftet worden, und Sonjas neuer Vorgesetzter mit Parteiabzeichen ist ausgerechnet Sebastian. Noch immer unglücklich in Sonja verliebt, verspricht er ihr, sich für Julian einzusetzen, der als politischer Häftling im KZ Oranienburg sitzt. Als Sonja merkt, dass sie von Julian schwanger ist, beschließt sie, das Kind zu behalten und nach Julians Freilassung nach Amerika zu ihrer Mutter Alma zu ziehen. 1936, als die ganze Welt zu den Olympischen Spielen nach Berlin anreist, ist es endlich so weit: Julian wird überraschend auf freien Fuß gesetzt und lernt endlich seine kleine Tochter Anna-Maria kennen. Doch kurz vor der geplanten Abreise nach London wird er von der Gestapo mit einem gefälschten britischen Pass erwischt – ein gefundenes Fressen für seinen alten Bekannten Siegfried von Tennen. Auch Sonja wird verhört, bis Sebastian intervenier. Er braucht seine prominenteste Radiosprecherin für eine Presseveranstaltung mit Minister Goebbels. Doch nachdem Sonja mitgespielt und die gewünschte Propagandarede gehalten hat, muss sie feststellen, dass Julian abgeschoben wurde – und Anna-Maria mitgenommen hat, weil er sich von Sonja verraten fühlte.
Das grausame Missverständnis lässt Sonja als gebrochene Frau zurück, ihr Vater Friedrich ist ihre einzige Stütze. Gemeinsam arbeiten die beiden während des zweiten Weltkriegs weiter im Hotel, selbst dann, als Hedda und Louis Adlon sich in den letzten Wochen auf ihr Landgut zurückziehen und in der Lobby ein Lazarett eingerichtet wird.
Während der Kampf um Berlin zu Ende geht, wird Louis Adlon von sowjetischen Soldaten im KZ Sachsenhausen verhört und stirbt auf dem Rückweg an einem Herzanfall. Währenddessen wird sein Hotel von plündernden sowjetischen Soldaten in Brand gesetzt; der alte Friedrich stirbt bei dem Versuch, den verwundeten Siegfried von Tennen aus den Flammen zu retten. Gemeinsam mit ihrer Tante Margarete räumt Sonja den Schutt aus der Ruine und bringt im übrig gebliebenen Seitenflügel einen kleinen Hotelbetrieb in Schwung. Hedda hingegen beschließt, in den Westen der Stadt zu gehen; sie glaubt nicht daran, dass das Adlon in der sowjetisch besetzten Zone eine Zukunft hat. Doch Sonja bleibt in dem Haus, das ihr längst zur Heimat geworden ist. Mit Sebastian verbindet sie über die Jahre eine freundschaftliche Liebe. Nur ihre Suche nach Julian und Anna-Maria bleibt erfolglos – bis 1952 plötzlich eine junge Israelin namens Anna-Maria im Adlon auftaucht, die in der DDR studieren möchte. Mit ihrer Mutter will sie jedoch nichts zu tun haben. Bis zu dem Tag, als Sonja vor Gericht geladen wird, um im Prozess gegen einen gewissen Siegfried von Tennen eine Aussage zu machen – und plötzlich die wahren Umstände von Julians Abschiebung ans Licht kommen.
1 Das Adlon in Zeiten der Inflation – Hedda Adlon muss den Lohn täglich auszahlen – Foto: ZDF/Stephanie Kuhlbach
Professioneller Quality-Check des Fachmagazins „Top hotel“
„Nicht voll auf Kurs“: Adlon Berlin erreicht beim anonymen Hoteltest nur die Note „Gut“
Ein ernüchterndes Ergebnis beim anonymen Qualitätscheck: Deutschlands führendes Luxushotel Adlon in Berlin erreicht beim Hoteltest der Fachzeitschrift „1“ mit 61 Prozent gerade noch die Note „Gut“. Speziell beim wichtigen ersten Eindruck, dem Check-in, gab es einige Kritikpunkte. Stärke zeigte das Grand Hotel dagegen im Restaurant „Lorenz Adlon“.
„Das Flaggschiff von Kempinski ist keineswegs voll auf Kurs“, notiert der erfahrene Hoteltester in seinem Bericht, der unter www.tophotel.de kostenfrei abrufbar ist. Ein gerade noch „gutes“ Abschneiden sei für ein Hotel dieser Top-Kategorie nicht gut genug und müsste im oberen Bereich, mindestens bei „sehr gut“ liegen. „Wenn auch das Gourmetrestaurant glänzte, bleiben Frühstücksbuffet und Roomservice doch deutlich unter den Erwartungen“, heißt es im Testbericht. Bis auf eine unrühmliche Ausnahme zeigten sich alle Mitarbeiter sehr freundlich und einsatzfreudig, was ein solides Grundkapital ausmacht.
Das Testergebnis im Überblick: (max. 100%)
Reservierung – 91%
Check-in – 21%
Zimmer 646 – 79%
Badezimmer – 41%
Etagenservice – 44%
Frühstücksbuffet – 43%
Restaurant „Lorenz Adlon“ – 93%
Barszene – 70%
Bankett – 89%
Spa – 80%
Housekeeping – 60%
Schuhputzservice – 90%
Roomservice – 41%
Flure, Aufzüge, Treppen – 90%
Reklamationsabteilung – 93%
Sicherheitsaspekte – 90%
Check-out – 82%
Lost & Found – 0%
Gesamteindruck – 61%
(100-81 sehr gut; 80-61 gut; 60-41 befriedigend; 40-21 mangelhaft; 20-0 ungenügend)
Das Buch zum Hotel:
Hotel Adlon: Das Berliner Hotel, in dem die große Welt zu Gast war
Von Hedda Adlon, erschienen 1978, Wilhelm Heye Verlag
319 Seiten, Taschenbuch
ISBN 3-453-00926-6
Das Adlon war das Hauptquartier der großen Bälle und Diners, der rauschenden Feste und der internationalen Skandale, der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens von Berlin. „Wer das Adlon nicht kennt, kennt Deutschland nicht“, sagte der Maharadscha von Patiala, der bei seiner Abreise aus dem Hotel rund 40.000 Mark Trinkgelder an des Personal des Hauses verteilte. Hier war seit der Eröffnung 1907 die große Welt zu Gast: Könige und Fürsten, Politiker und Diplomaten, Künstler und Industrielle. Nachdem das Hotel die Wirren des Kriegs fast unversehrt überstanden hatte, ging es kurz danach aus nie restlos geklärten Gründen in Flammen auf.
Mit Charme, Humor und Klugheit erzählt Hedda Adlon, die letzte Hausherrin, die Geschichte ihres Hotels, von ihren Begegnungen mit prominenten Zeitgenossen und ihren reichen Erfahrungen, die sie dabei sammeln konnte – und in diesem Bericht werden Glanz und Elend einer ganzen deutschen Epoche von der Kaiserzeiut bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebendig.
Das Hotel im Netz: Eine virtuelle Zeitreise
“Herzlich Willkommen im Hotel Adlon” – Wotan Wilke Möhring alias Concierge Friedrich Loewe begrüßt die Zuschauer in der Onlinewelt des Hotels. Es ist eine Einladung, in die pompösen Luxuswelten des Hotels einzutauchen und die Charaktere, die sich darin bewegen, näher kennenzulernen.
Im Film ermöglicht die lebendige Reise in unterschiedliche Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts große erzählerische Tiefe. Diese Qualität und narrative Wirkung soll auf die dazugehörige Onlinewelt übertragen werden. Den User erwartet ein erweitertes Angebot an filmischer Handlung und Videosequenzen, die nicht nur weitere historische Informationen beinhalten, sondern auch einem Bedürfnis nach mehr emotionalem Erleben gerecht werden.
Die Türen zur Empfangshalle des Hotels schwenken auf und machen die Sicht frei auf die Eingangshalle. Von der Lobby aus kann sich der User
– durch das Videoangebot bewegen, das ihn näher an die Figuren heranführt und die Geschichten aus dem Fernsehen weiter ausführt.
– sich über die komplexen Figurenkonstellationen ein Bild machen.
– oder sich im goldenen Buch über die illustre Historie des Grandhotels informieren.
Das Kernangebot der Onlinewelt ist das erweiterte Videoangebot über die Filmcharaktere. Es ist über den Fahrstuhl zu erreichen. Der Personenaufzug war 1907 im Adlon eine aufsehenerregende Neuheit und soll auch im Zentrum des virtuellen Hotels von besonderer Bedeutung sein:
Mit Hilfe des interaktiven Fahrstuhls begibt man sich als Gast auf eine Zeitreise. Anstelle von Stockwerken können Jahreszahlen ausgewählt werden. Hinter den Fahrstuhltüren warten in der jeweiligen Zeit Figuren aus dem Film, deren Geschichten in kleinen Clips weitererzählt werden. So wird es zu vielen der Protagonisten aus der Familiensaga in einem der angebotenen Jahrzehnte eine online-exklusive Weitererzählung geben.
Natürlich wird auch die Möglichkeit bestehen, online die kompletten TV-Filme als Livestream und/oder Video On Demand anzuschauen. Wer darüber hinaus tiefer in die Handlung einsteigen will, kann sich vom Concierge zum Beispiel zu den Tanzübungen der Gigolos in die Goldenen Zwanziger führen lassen, bevor sich der höfliche Gastgeber wieder zurückzieht: “Sehr geehrter Gast! Das Hotel Adlon hat sich sehr über Ihren Besuch gefreut! Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bald wieder beehren.”
Mehr: http://adlon.zdf.de
Video - Über 8,5 Mio. Zuschauer! Adlon Saga ist TV-Quotenkönig - Alle Trailer bei HOTELIER TV
Von
Holedo Editorial