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VDR-Trend 2012: „Wer kommuniziert, führt“

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(Frankfurt/Main, 04. September 2012) Mobilität und mobile Kommunikation gehören untrennbar zusammen – das ist eine der zentralen Handlungsempfehlungen, die der diesjährige „VDR-TrendsPort“ für das Travel Management der Zukunft formuliert. „Hier geht es nicht darum, dass das Smartphone zum Zentrum des Geschäftsreiseprozesses wird, mit dem wir künftig kommunizieren, buchen und bezahlen, sondern dass Unternehmen und Anbieter die Einsatzmöglichkeiten erkennen und die Geschäftsreisenden in ihrem Sinne informieren und steuern können“, erklärt Carsten Czub, der in diesem Jahr für das VDR-Präsidium an der Zukunftswerkstatt teilgenommen hat. „Unternehmen müssen Strategien entwickeln, indem sie auch alternative Angebote zu monopolartigen Strukturen schaffen. Das Wichtigste ist dabei zu kommunizieren, das bedeutet simpel: Wer mit den Mitarbeitern vor, während und nach der Reise in Kontakt bleibt, der führt den Prozess. So können Travel Manager die Geschäftsreiseprozesse weiterhin zum Wohl der Unternehmen beeinflussen unabhängig von externen Anbietern.“
Neun wichtige Trends haben die 16 Teilnehmer des TrendsPort 2012 herausgearbeitet, die sich auf Einladung des VDR unter der Leitung der Szenario-Trainer Ludger Bals (IBC Innovative Business Concepts) und Nicole Habich-Pfeifer (a:head Servicepartner für Strategieforen) im Hotel Gräflicher Park in Bad Driburg getroffen haben. Ihr Ziel: Entwicklungen im Travel Management frühzeitig zu erkennen und zu beschreiben.
So prognostiziert der TrendsPort 2012, dass die „unternehmerische Sorgfaltspflicht“ neu definiert und deutlich ausgeweitet wird. Mitarbeitermotivation, Gesundheit und Sicherheit spielen künftig eine zentrale Rolle, denn aufgrund der demographischen Entwicklung werden Belegschaften immer älter bei gleichzeitigem Fachkräftemangel, der einen „War for Talents“ auslöst. Vielreisende halten wegen besonderer Stressbelastung ständigen Kontakt über „Health-Tracker“, Gesundheits- und Präventionsprogramme, die gemeinsam mit den Krankenkassen entwickelt werden, werden obligatorisch und dienen der Mitarbeiterbindung. Außerdem hat der Trendsport das Thema „Wissenstransfer“ beleuchtet und einen Trend zur Regionalisierung als Parallelentwicklung zur Globalisierung benannt sowie eine gesellschaftspolitisch notwendige Nachhaltigkeitsanforderung an den Geschäftsreisemarkt.
Mit der sogenannten Szenario-Technik haben die Teilnehmer des Zukunftsworkshops dafür zwei Welten inszeniert. „Dies ist ein methodisch geeigneter Ansatz, zwei möglichst heterogene Kulissen zu erzeugen, die eine wahrscheinliche und gleichzeitig deutlich unterschiedlich verlaufende Entwicklung beschreiben“, sagt Trainer Ludger Bals. In der „closed world“ herrschen Regionalisierung und eine „Handschlagmentalität“ vor, die Innovationen überflüssig machen. Die
„open world“ dagegen ist eine logistisch und technologisch vernetzte Welt, in der hauptsächlich virtuell kommuniziert wird. Laut Bals ist „die Wahrscheinlichkeit, dass sich die kurz- und mittelfristige Zukunft zwischen diesen beiden Extremen abspielt, sehr hoch.“
Aus den Szenarien haben die Zukunftsdenker die Trends für die Geschäftsreisewelt 2025 abgeleitet – in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, Umwelt und Ökologie, Technik, Kunden und Märkte, Gesellschaft und Individuum.
„Die wachsende Dynamik der Märkte und die gleichzeitige Zunahme von Krisen und Katastrophen zwingen uns, Entwicklungen in der Geschäftsreisewelt frühzeitig zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können“, sagt VDR-Präsident Dirk Gerdom. „Ziel des VDR- TrendsPort ist es, künftige Trends zu benennen und Handlungsempfehlungen daraus abzuleiten. Hier wird keine Science-Fiction entworfen, sondern Denkanstöße und Strategien für die Praxis,
die gleich morgen umsetzbar sind. Dafür haben sich VDR-Mitglieder zwei volle Tage Zeit genommen und als Vordenker eines Think Tank in die Zukunft der Geschäftsreisewelt geblickt.“
Aus den Trends haben die Teilnehmer des VDR-TrendsPort 2012 auch konkrete Empfehlungen für ihren Verband abgeleitet. Unter anderem soll der VDR verstärkt den Know-how-Transfer zwischen „Silberrücken“ (Erfahrenen) und „Youngstern“ fördern, noch mehr Aufklärung zu nachhaltiger Mobilität betreiben und das Thema „Zahlungsmethoden“ auf der Agenda weiter nach oben setzen.
„Die Empfehlungen des TrendsPort nehmen wir uns zu Herzen“, sagt VDR-Präsident Gerdom. „Viele der früher prognostizierten Trends wie zum Beispiel die internationale Einflussnahme und die Bildungsoffensive sind bereits eingetreten, die wir durch die Erkenntnisse aus der Zukunftswerkstatt gut vorbereitet begleiten konnten.“
Den VDR-TrendsPort gibt es seit fünf Jahren. Er hat sich neben der VDR-Geschäftsreiseanalyse als festes Instrument der Trendbeobachtung etabliert.
Die VDR-Trends kurzgefasst:

Soziales und finanzielles Engagement schafft Stabilität: Politisch instabile Länder sind nicht nur gesellschaftliche und humanitäre, sondern auch wirtschaftliche Zeitbomben. Ziel von Unternehmen muss es Seite 4 zur Pressemitteilung Verband Deutsches Reisemanagement e.V. also sein, gefährdete Regionen durch soziales und finanzielles Engagement zu stabilisieren. Neben dem humanitären Aspekt etablieren sie sie gleichzeitig als Quell- und Zielmärkte. Die Unternehmen verankern das Engagement in ihrer Unternehmensphilosophie.
Unternehmen entwickeln Strategien gegen Anbietermonopole: „Wer kommuniziert, führt!“ Einige wenige global agierende Anbieter beherrschen künftig die Märkte. Über gezielte Kommunikation, firmeninterne soziale Netzwerke und Transparenz der gesamten Prozesskette der Geschäftsreise können Unternehmen verhindern, dass die Anbieter die Steuerung übernehmen.

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