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Deutscher Hotelinvestmentmarkt trotz Finanzkrise robust

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Quelle: Pressemitteilung JLL Hotels Deutschland, 18. Januar 2008
Das Gesamttransaktionsvolumen für Hotelinvestments in Deutschland lag 2007 bei 2,3 Mrd. Euro* und bewegte sich damit auf dem Niveau des Rekordergebnisses des Vorjahres – in Anbetracht der schwierigen Marktbedingungen im zweiten Halbjahr ein hervorragendes Ergebnis.Noch besser sah es bei der Anzahl der Transaktionen aus. Mit 30 Einzeltransaktionen (2006: 27), sieben Portfoliotransaktionen (2006: 4) und sieben Hotels, die als Teile von Immobilienportfolios verkauft wurden (2006: 9) ist sie im Vergleich zu 2006 erneut gestiegen.
Das fünfjährige Durchschnittsvolumen (Einzel- und Portfoliotransaktionen 2002-2006: 949 Mio. Euro) wurde in 2007 um 141 % übertroffen.
Ausländische Investoren dominieren Kaufaktivitäten
Wie schon in 2006 wurden die Kaufaktivitäten auf dem deutschen Markt überwiegend von ausländischen Investoren getätigt, allerdings mit einem leichten Rückgang. 2007 lag ihr Anteil bei 89 %, 2006 waren es 93 %. Die Top 3 der ausländischen Investoren kamen aus Großbritannien (mit 41 % des gesamten Transaktionsvolumens), USA (16 %) und Dänemark (14 %). Französische, israelische und spanische Anleger kauften für insgesamt rund 317 Mio. Euro ein. Die verstärkte Investitionsaktivität der dänischen Anleger (2006: 6 %) beruht auf Steuervorteilen, die sie bei Investitionen in Deutschland in ihrem Heimatland geltend machen können.
Einzeltransaktionen auch in vielen Sekundärstandorten
Mit rund 815 Mio. Euro wurden in 2007 rund 36 % des gesamten Transaktionsvolumens in Einzeltransaktionen investiert. Auffällig ist hier, dass aufgrund der deutlichen Verknappung des Angebots in 1A Lagen der deutschen Großstädte auch viele Sekundärstandorte im Blickpunkt der Investoren standen, u.a. Stuttgart, Hannover, Dresden, Krefeld, Nürnberg, Erlangen, Baden-Baden und Rantum auf Sylt. In Düsseldorf wechselten gleich sechs Hotels den Eigentümer, jeweils drei waren es in Köln, München, Berlin und Hamburg:

Mehr Portfoliotransaktionen mit kleineren Volumina
Rund 47 % des Hotelinvestmentvolumens in Deutschland 2007 entfielen auf sieben Portfoliotransaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,1 Mrd. Euro (2006: 900 Mio. Euro).

Darüber hinaus waren sieben Hotels Teil eines gemischten europäischen Hotelportfolios oder eines deutschen Portfolios mit unterschiedlich genutzten Immobilientypen. Für die Assetklasse Hotelimmobilie wurden hier etwa 405 Mio. Euro umgesetzt:

Die Finanzierungskrise und ihre Auswirkungen auf den deutschen Hotelinvestmentmarkt 2007
Nach dem Rekordjahr 2006, in dem das Transaktionsvolumen von 2005 noch um 190 % übertroffen worden war, erwartete man aufgrund der guten Ausgangslage auch für 2007 hohe Dynamik am deutschen Hotelinvestmentmarkt. Dies bestätigte sich auch im ersten Halbjahr, in dem 67 % des Gesamtjahresvolumens 2007 umgesetzt wurden. Im zweiten Halbjahr 2007 wurde auch in Deutschland die Subprime-Krise deutlich spürbar. Der typische „Jahresend-Run“ mit vielen Deals blieb aus, bzw. aufgrund der Unsicherheit im Markt wurden einige Deals auf Eis gelegt. „Spürbar wurde die Subprime-Krise in Deutschland vor allem durch die erneute Veränderung in der Käuferstruktur“, so Christoph Härle, Managing Director Jones Lang LaSalle Hotels.
Bis 2003 waren überwiegend institutionelle Investoren am deutschen Markt aktiv (1998-2003 Anteil von durchschnittlich etwa 60 % am Hotelinvestmentvolumen). Danach erschien der Investorenkreis wesentlich differenzierter mit einer Dominanz durch Private Equity Unternehmen. Im zweiten Halbjahr 2007 waren die deutschen Fondsgesellschaften und institutionelle Investoren wieder auf dem Vormarsch. Diese überwiegend eigenkapitalstarke und daher weniger von der erschwerten Fremdkapitalaufnahme betroffene Klientel hatte 2007 einen Anteil von 26 % am Hotelinvestmentvolumen. Die Private Equity Unternehmen dominierten 2007 zwar immer noch, zu beobachten war aber ein deutlicher Rückgang von 60 % (2006) auf 48 %. Bemerkenswert ist auch die zunehmende Aktivität der privaten Investoren und der Hotelbetriebsgesellschaften.
Transaktionsvolumen in 2008 insgesamt rückläufig – Insbesondere Portfoliodeals nehmen ab
„Abwarten ist die Devise. Das hat sich ab Herbst verstärkt angedeutet und wird uns auch noch eine Weile begleiten“, so Christoph Härle. Für 2008 erwartet Jones Lang LaSalle Hotels leicht rückläufige Aktivitäten bei Einzeltransaktionen. „Was wir sehen werden sind insbesondere Ausgliederungen von Einzelhotels aus den in den vergangenen Jahren akquirierten Portfolios“, so Härle. Großvolumige Portfoliotransaktionen, die in den letzten Jahren und vor allem 2006 die Gesamttransaktionsvolumina beeinflussten, werden 2008 nur eingeschränkt zu Buche schlagen. Das für derartige Transaktionen in der Regel hohe Fremdkapital dürfte schwer zu beschaffen sein. „Das Transaktionsvolumen 2008 wird insofern die Volumina der beiden vorangegangenen Jahre nicht erreichen. Grundsätzlich gehen wir von leicht steigenden Renditen aus“.
*Basierend auf Einzeltransaktionen in Deutschland mit einem Investitionsvolumen größer als 10 Mio. Euro, Portfoliotransaktionen in Deutschland sowie Hotels in Deutschland als Teile von Immobilienportfolioverkäufen

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